Finanzierung · 20. September 2026

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Skalar bietet Startups eine neue Alternative zur Venture-Schuldenfinanzierung

a group of people sitting around a table with laptops
Lyubomyr Reverchuk / Unsplash

Skalar, ein neuer Fintech-Anbieter mit Sitz in New York, hat öffentlich gestartet und will Startups eine Möglichkeit bieten, die Kosten für die Kundengewinnung zu finanzieren, ohne dass sie Eigenkapital aufgeben oder feste Rückzahlungspläne einhalten müssen. Das Unternehmen wurde im Januar gegründet und hat bereits ein nicht bekannt gegebenes Seed-Rundenkapital von dem Venture-Fonds Monashees aus São Paulo sowie eine Schuldfinanzierungsvereinbarung mit dem Customer Value Fund von General Catalyst erhalten. Seit dem Start hat Skalar angekündigt, über die nächsten zwölf Monate mehr als 125 Millionen US‑Dollar an Werbe- und Vertriebsausgaben für sieben Technologieunternehmen bereitzustellen.

Das Finanzierungsmodell ist nach Angaben von Mitgründer und CEO Sebastián Cárdenas relativ einfach, aber ungewöhnlich. Skalar stellt Kapital bereit, um Verkaufs- und Marketinginitiativen zu unterstützen, und wird erst zurückgezahlt, wenn die durch diese Maßnahmen geworbenen Kunden tatsächlich Umsätze generieren. Sollten die Kunden weniger Geld bringen, als erwartet, übernimmt Skalar den Verlust und verzichtet auf die vollständige Rückzahlung. In den meisten Verträgen wird ein Faktor von 1,1 mal der bereitgestellten Summe vereinbart; beispielsweise wird bei einer Investition von 10 US‑Dollar ein Rückfluss von 11 US‑Dollar erwartet.

Falls ein Kunde nach acht Monaten abbricht, erhält Skalar nur die tatsächlich erzielten Einnahmen und schreibt den Rest ab. Der Rückzahlungszeitraum richtet sich also ganz nach dem tatsächlichen Kundenverhalten und nicht nach einem festen Kalender. Dies soll Startups helfen, ihre Liquidität zu schonen und nicht gezwungen zu sein, Geld zurückzuzahlen, wenn noch keine ausreichenden Erlöse vorhanden sind.

Im Vergleich zu klassischem Venture‑Debt und traditionellen revenue‑basierten Finanzierungen unterscheidet sich das Angebot von Skalar deutlich. Venture‑Debt ist oft mit hohen Zinsen und strengen Rückzahlungsbedingungen verbunden, während Skalar flexiblere Konditionen anbietet, die an den realen Umsatz gekoppelt sind. Gleichzeitig prüft das Unternehmen sehr genau, welche Unternehmen es finanziert, und analysiert detaillierte Transaktionsdaten, um die Risiken besser einschätzen zu können.

Skalar richtet sich an Technologieunternehmen, die monatlich zwischen 100 000 und 3 Millionen US‑Dollar für Kundengewinnung ausgeben und dabei langfristig profitabel bleiben. Die ersten sieben Kunden stammen überwiegend aus Lateinamerika, einige kommen aus den Vereinigten Staaten. Das Unternehmen plant, pro Jahr maximal 15 solcher Partnerschaften einzugehen. Die Höhe der Seed‑Runde wurde nicht veröffentlicht, wird jedoch von Insidern als groß für die Region Lateinamerika bezeichnet. Beteiligt waren neben Monashees auch Nido Ventures und mehrere Angel‑Investoren mit branchenspezifischem Know‑how.

Berichtet von Crunchbase News.