Produkt · 4. November 2026
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Google stellt das Pixel 11 Pro Fold vor: Ein robustes Rechteck in einer Welt breiter Falttelefone
Google hat das Pixel 11 Pro Fold eingeführt, ein faltbares Smartphone, das trotz eines globalen Trends zu breiteren Formfaktoren an seinem rechteckigen Design festhält. Das neue Gerät weist ein leichteres Gehäuse, ein helleres Display, eine verbesserte drahtlose Ladefunktion und einen aktualisierten Kamerasensor auf, bleibt aber in seiner grundlegenden Form dem Vorgängermodell sehr ähnlich. TechCrunch berichtete über diese Markteinführung und bewertete das Gerät im Kontext der aktuellen Wettbewerbssituation.
Das Design des Pixel 11 Pro Fold wurde im Vergleich zum Vorjahresmodell optimiert, wobei das Unternehmen die Haltbarkeit nach eigenen Angaben um das Dreifache erhöht hat. Zur Verbesserung der Robustheit kommen eine neue Glas-Keramik-Abdeckung und eine Rückseite aus Glasfaser-Verbundmaterial zum Einsatz, die Stöße absorbieren sollen. Obwohl das Scharnier sehr stabil konstruiert ist, verhindert diese Bauweise das Öffnen des Geräts mit nur einer Hand, was eine bewusste Designentscheidung darstellt. Das Telefon ist im aufgeklappten Zustand 5 Millimeter dünn und im gefalteten Zustand 10,1 Millimeter dick, was es etwas schlanker macht als das Pixel 10 Pro Fold, jedoch nicht so dünn wie einige Konkurrenzgeräte anderer Hersteller.
Ein weiterer Unterschied zum Vorgänger ist das reduzierte Gewicht von 19 Gramm, was für Nutzer, die direkt von einem anderen Falttelefon wechseln, jedoch kaum spürbar sein dürfte. Die äußere Anzeige ist minimal größer geworden, während die wichtigste Änderung beim Bildschirm die maximale Helligkeit von 3.600 Nit ist, eine Steigerung gegenüber den 3.000 Nit des Vorjahresmodells. Diese Erhöhung ermöglicht eine bessere Ablesbarkeit unter hellen Lichtbedingungen. Dennoch bleibt eine sehr sichtbare Falzlinie in der Mitte des Displays erhalten, die bei hellem Licht aufgrund des fehlenden reflektierenden Displays noch deutlicher hervortritt, während andere Hersteller wie Oppo und Honor die Sichtbarkeit solcher Falzen bereits signifikant reduziert haben.
Die Kameraausstattung des Pixel 11 Pro Fold gilt als kompetent, erreicht jedoch nicht das Niveau des Pixel 11 Pro XL. Der Hauptkamerasensor wurde aktualisiert und lässt mit seinen 48 Megapixeln mehr Licht für detailreichere Fotos ein. Zudem unterstützen die neuen Modelle nun einen 30-fachen Super-Res-Zoom, eine Verbesserung gegenüber dem bisherigen 20-fachen Zoom. Die Ultraweitwinkel- und Teleobjektiv-Sensoren entsprechen jedoch weitgehend denen des Vorjahresgeräts, sodass bei Aufnahmen mit diesen Linsen kaum Verbesserungen festzustellen sind. Softwarefunktionen wie Looks zur Änderung des Bildtons und Magic Capture zur Auswahl der besten Einzelbilder aus Videos sind ebenfalls enthalten.
Im Bereich der Software und Multitasking-Funktionen erlaubt das Gerät das gleichzeitige Öffnen von zwei Anwendungen nebeneinander. Während einige für Falttelefone optimierte Apps wie Gmail diese Funktion gut nutzen, fehlt sie bei anderen Anwendungen wie Slack weiterhin, was die Nutzung auf dem erweiterten Bildschirm erschwert. Neue Funktionen wie Bubbles ermöglichen den Zugriff auf Anwendungen in schwebenden Fenstern, und aktualisierte Gemini-Funktionen bieten zeitnahe Vorschläge in verschiedenen Apps. Dennoch wird angemerkt, dass das Android-Ökosystem im Vergleich zur schnellen Entwicklung bei Apple möglicherweise zurückfällt, da Entwickler ihre Apps rasch an neue breite Formate anpassen.
Mit einem Preis von 1.899 US-Dollar richtet sich das Pixel 11 Pro Fold primär an bestehende Fans der Pixel-Reihe, die ein faltbares Gerät suchen. Der Preis liegt nur etwa 100 US-Dollar unter dem des neuen iPhone Duo und entspricht dem Preis des Samsung Galaxy Z Fold 8, wobei beide Konkurrenzgeräte ein breiteres Format aufweisen. In Europa steht dem Gerät zudem zunehmende Konkurrenz durch Modelle von Herstellern wie Xiaomi und Honor bevor, was den Marktdruck weiter erhöhen dürfte.