Finanzierung · 26. August 2026
Uber muss 825 Millionen Euro Strafe zahlen wegen automatisierter Kontosperrungen
Uber wurde von der niederländischen Datenschutzbehörde Autoriteit Persoonsgegevens zu einer Strafe von 825 Millionen Euro verurteilt. Der Grund dafür ist die automatisierte Löschung von Fahreraccounts ohne vorherige Benachrichtigung. Laut der Behörde verstieß das Unternehmen damit gegen die europäische Datenschutzverordnung (DSGVO).
Die Behörde begründete die hohe Strafe damit, dass die Kontosperrungen ohne menschliches Eingreifen erfolgten und die betroffenen Fahrer keine Möglichkeit hatten, sich zu wehren oder Einspruch einzulegen. Uber argumentiert, dass die Sperrungen nicht endgültig seien und kündigte an, gegen das Urteil in Berufung zu gehen. Die Blockaden betrafen Fahrer, die des Betrugs verdächtigt wurden, wobei das System zwischen 2020 und 2022 im Einsatz war.
Laut der Behörde hätte Uber die Kontosperrungen manuell durchführen und den Fahrern die Möglichkeit geben müssen, sich zu den Vorwürfen zu äußern. Die Strafe ist die zweithöchste jemals verhängte DSGVO-Strafe in Europa. Nur Meta erhielt 2023 eine höhere Strafe von 1,2 Milliarden Euro wegen der unrechtmäßigen Übermittlung von Nutzerdaten in die USA.
In den Niederlanden nutzen Millionen Menschen die Uber-App, und es arbeiten schätzungsweise 7.000 Fahrer für das Unternehmen. Die Behörde betonte, dass die automatisierten Maßnahmen erhebliche Auswirkungen auf die Fahrer hatten, insbesondere auf deren Einkommen. Uber erklärte, dass die Blockaden nicht dauerhaft seien und daher kein schwerwiegender Verstoß vorliege.
Bright berichtete über das Urteil und die geplanten Berufungsmaßnahmen von Uber.