Expansion · 15. September 2026
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Revolut bestätigt Datenverletzung durch gefälschte Regierungsanfragen
Revolut bestätigte, dass es sensible Kundendaten an eine nicht autorisierte dritte Partei weitergegeben hat. Dies geschah nach Erhalt betrügerischer Anfragen, die von einer legitimen E-Mail-Domäne einer Regierungsbehörde gesendet wurden. Die betroffenen Daten umfassen Identitäts- und Kontaktdaten der Kunden, einschließlich Geburtsdatum, Post- und E-Mail-Adressen sowie Telefonnummern. Zudem wurden Kopien von Identitätsdokumenten wie Reisepässen und Führerscheinen weitergegeben. Es ist möglich, dass auch Verifizierungs-Selfies, Kontoauszüge und Transaktionsverläufe betroffen waren. TechCrunch berichtete die Geschichte. Die betroffenen Kunden wurden direkt benachrichtigt. Revolut nannte die genaue Anzahl der betroffenen Personen jedoch nicht. Auch ob der Vorfall auf einen bestimmten Markt beschränkt war, blieb unklar.
Die betroffene Regierungsbehörde wurde nicht genannt. Revolut sprach von einem „begrenzten“ Kreis von Kunden. Die E-Mail-Adresse des Täters wurde nach Entdeckung des Betrugs gesperrt. Die relevanten Behörden, die Strafverfolgungsbehörden und die zuständigen Aufsichtsbehörden wurden informiert. Revolut betonte, dass die Systeme und Kundengelder nicht betroffen seien. Die Londoner Fintech-Firma hat weltweit mehr als 80 Millionen Kunden und operiert in über 30 Ländern als Bank. Revolut hat seine Präsenz in Märkten wie Indien, Mexiko, Frankreich und den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgebaut. Zudem erhielt Revolut vor Kurzem eine bedingte Genehmigung der US-amerikanischen Office of the Comptroller of the Currency, um eine nationale Bank in den Vereinigten Staaten zu gründen.
Der Start ist für die erste Jahreshälfte 2027 geplant. Der bekannte Krypto-Sicherheitsforscher ZachXBT veröffentlichte am späten Freitagabend einen Beitrag über die E-Mail von Revolut an die betroffenen Kunden. Der Forscher vermutete, dass der Vorfall sich gegen vermögende Nutzer gerichtet haben könnte. Der Vorfall ereignete sich, als Revolut angeblich eine mögliche Börsennotierung in Betracht zieht, die das Unternehmen auf bis zu 200 Milliarden Dollar bewerten könnte. Dies wäre ein Anstieg gegenüber der privaten Bewertung von 75 Milliarden Dollar im November. Revolut hat in den letzten Monaten auch seine Bankpräsenz in Europa und weltweit ausgebaut und Banklizenzen in Frankreich und dem Vereinigten Königreich erhalten.