Finanzierung · 3. September 2026
Auch veröffentlicht auf 日本語, हिन्दी, ไทย, Español, Français, Svenska
Programm „BUILD-UP“ in Busan unterstützt Seed-Investoren bei der Vorbereitung von Start-ups
Am 31. August startete in Busan das Investitionsprogramm „BUILD-UP“ im Rahmen des „2026 BUNICON Build-up“-Förderprojekts. Gemeinsam organisiert wird das Programm von der Busan United Technology Holding und der Busan Technology Startup Investment Company. Es richtet sich an Gründerinnen und Gründer sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Start-ups in der frühen Phase, die gezielt auf die Aufnahme von Seed-Investitionen hinarbeiten.
Das Programm vermittelt praxisnahe Strategien für die Investorensuche und die Erstellung von IR-Materialien. Drei erfahrene Investoren übernahmen die Rolle als Referentinnen und Referenten und teilten ihre Expertise in den Bereichen Seed-Finanzierung, IR-Strategien sowie Technologietransfer und Ausgründung. Zu den Rednerinnen und Rednern gehörten Nam Mun-u, Prüfungsbeauftragter der Yoonminchang Investment Foundation, Seol Hun, Geschäftsführer von Axion Ventures, sowie Kim Jin-sung, Geschäftsführer von LIA Partners.
Im ersten Teil des Programms erläuterte Nam Mun-u von der Yoonminchang Investment Foundation zentrale Aspekte der Seed-Investorensuche. Dabei ging er auf die Präferenzen von Investoren, den richtigen Zeitpunkt für Investitionen, den Erstkontakt mit Investoren, die Verwendung der Investitionsmittel sowie die Vorbereitung von Finanzierungsrunden ein. Besonders hob er hervor, dass Gründerinnen und Gründer Wettbewerber nicht nur als Schwächen darstellen sollten, sondern deren Stärken und Marktpositionen verstehen müssten, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit überzeugend zu vermitteln. „Nur mit Respekt und Verständnis für Wettbewerber können IR-Materialien hochwertig gestaltet werden“, betonte er.
Seol Hun von Axion Ventures widmete sich im zweiten Teil der Frage, wie IR-Materialien aufgebaut sein sollten, um Investoren zu überzeugen. Er betonte, dass IR-Dokumente nicht nur die Technologien und Produkte eines Unternehmens beschreiben dürften, sondern eine logische Abfolge aus Marktproblemen, Lösungsansätzen, Geschäftsmodellen, Marktgrößen, Wettbewerbsvorteilen und Geschäftsergebnissen enthalten müssten. Zudem ging er auf Strategien ein, um die Kernkompetenzen eines Unternehmens in begrenzter Zeit überzeugend zu vermitteln und auf Fragen von Investoren zu reagieren.
Kim Jin-sung von LIA Partners schloss das Programm mit einem Vortrag zum Thema Technologietransfer und Ausgründung ab. Er erklärte, wie Start-ups durch Technologietransfer und Kooperationen mit Forschungsinstituten ihre Technologien schneller in marktfähige Produkte umwandeln können. „Eigene Forschung und Entwicklung erfordert hohe Budgets und Zeit, während der Marktzugang verzögert wird“, so Kim. Gleichzeitig verwies er auf den wachsenden Trend bei Technologietransfers aus Universitäten und öffentlichen Forschungseinrichtungen in Südkorea.
Das Programm zielte darauf ab, Gründerinnen und Gründern ein ganzheitliches Verständnis für die verschiedenen Phasen der Investorensuche und Geschäftsentwicklung zu vermitteln. Neben der Seed-Finanzierung wurden auch IR-Strategien und Technologietransfer behandelt, um Start-ups bei der Vorbereitung auf Folgeinvestitionen und nachhaltiges Wachstum zu unterstützen. Kim Hyun-seung, Abteilungsleiter der Busan Technology Startup Investment Company, betonte, dass das Programm gezielt Start-ups fördern wolle, die als potenzielle „Bunicons“ – koreanische Unicorns aus Busan – gelten.
Das „2026 BUNICON Build-up“-Programm wird von der Starup-Ökosystem-Redaktion in Zusammenarbeit mit KAIA und VentureSquare organisiert.