Produkt · 25. August 2026

PandaAI sammelt mehrere Finanzierungsrunden in Höhe von mehreren zehn Millionen Renminbi ein

A laptop computer sitting on top of a wooden desk
Jakub Żerdzicki / Unsplash

PandaAI, ein Start-up im Bereich KI-basierter Handelssysteme, hat laut internen Angaben kürzlich drei Finanzierungsrunden abgeschlossen: Seed-Runde, Angel-Runde und Angel+-Runde. Die kumulierte Finanzierungssumme beläuft sich auf mehrere zehn Millionen Renminbi.

Das Unternehmen mit Sitz in China beschäftigt derzeit über 70 Mitarbeiter und verzeichnet mehr als 100.000 Nutzer im In- und Ausland. PandaAI hat bereits drei Faktorwettbewerbe veranstaltet, an denen insgesamt rund 30.000 Teilnehmer teilgenommen haben.

PandaAI positioniert sich als Plattform, die den gesamten Prozess von der Faktorforschung bis zur Live-Handelsausführung durch KI-Agenten unterstützt. Die Produktpalette umfasst drei Stufen: Qube für Einsteiger, EVO für professionelle Forscher und OS für die Zusammenarbeit mehrerer Agenten. Qube ermöglicht es Nutzern, Handelsideen per Sprachbefehl in durchführbare Strategien umzusetzen, während EVO als KI-basierter Arbeitsbereich für quantitative Analysen dient. OS soll zukünftig die Zusammenarbeit mehrerer Agenten ermöglichen, die eigenständig Aufgaben wie Faktoriterationen, Portfoliooptimierung und Datensammlung übernehmen.

Die technische Architektur von PandaAI besteht aus vier Ebenen: Datenbasis, Modelle und Fachkompetenzen, Agenten-Engineering sowie Handelsanbindung. Die Plattform integriert sowohl eigene Modelle wie CQ2 als auch externe große Sprachmodelle wie DeepSeek und Doubao. Die Handelsanbindung umfasst bereits durchgängig Futures-Märkte, und ein Live-Handelsclient für Futures wurde im Juni dieses Jahres veröffentlicht.

Das Unternehmen hat kürzlich drei wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht – CQ2, A2A Self-Evolution und AlphaSchema – die Methoden und Experimente im Bereich KI-gestützter Handelsforschung offenlegen. Diese Veröffentlichungen zielen darauf ab, eine gemeinsame Methodik für KI-Handel zu etablieren und die Entwicklung der Branche voranzutreiben.

PandaAI plant, zunächst den Business-to-Business-Bereich zu bedienen, um Erfahrung und reale Anwendungsszenarien zu sammeln, bevor das Angebot auf den Consumer-Bereich ausgeweitet wird. Die Zielgruppe im Consumer-Bereich besteht hauptsächlich aus Nutzern der Generationen 95 bis 05, die als KI-Native gelten und eine natürliche Affinität zu KI-Tools haben. Die internationale Version TQX verzeichnet bereits 20.000 registrierte Nutzer, wobei ein erheblicher Teil aus Südostasien und dem Nahen Osten stammt.

Laut Unternehmensangaben soll KI im Handel nicht primär die Effizienz steigern, sondern die Denk- und Urteilsfähigkeit der Nutzer verbessern. Die Plattform zielt darauf ab, die Kluft zwischen professionellen Institutionen und privaten Händlern zu verringern, indem sie komplexe quantitative Methoden in zugängliche Tools überführt.

PandaAI betont, dass die wahre Herausforderung nicht in der Technologie, sondern im Vertrauen der Nutzer in KI-gestützte Handelslösungen liegt. Die Entwicklung von KI-Handelssystemen wird als evolutionärer Prozess beschrieben, der von rein menschlicher Steuerung (L0) bis hin zu autonomen Multi-Agenten-Systemen (L4) reicht, die eigenständig Marktanalysen durchführen und Handelsentscheidungen treffen.

Berichtet von TMTPost.