Finanzierung · 14. September 2026
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Europäische Investoren sichern sich Anteile an Moonshot AI vor dem Börsengang
Eine Gruppe von Investoren, die überwiegend aus Frankreich stammt, hat Anteile an der chinesischen Künstlich-Intelligenz-Firma Moonshot AI erworben. Diese Transaktion erfolgte kurz vor dem geplanten Börsengang des Unternehmens. Die Mittel wurden über einen speziellen Zweckträger zusammengeführt, der in die letzte Finanzierungsrunde vor dem Börsengang investierte. Der Gesamtwert dieser Runde belief sich auf etwa zehn Millionen Euro. Die Bewertung des Unternehmens lag bei der Transaktion bei dreißig Milliarden US-Dollar. Die Investition wurde über den französischen Intermediär Techmind abgewickelt, der den Zweckträger verwaltet. Die Anteile wurden über die Firma Cathay Capital gekauft, eine auf Frankreich und China spezialisierte Investitionsfirma. Die Teilnehmer des Zweckträgers bestanden hauptsächlich aus französischen Investoren, darunter Gründer von Technologieunternehmen. Die Firma Pyratz Corp., eine in Paris börsennotierte Investitionsfirma, war einer der Hauptbeteiligten. Der CEO von Pyratz erklärte, dass die Firma mit eigenen Mitteln investierte und etwa hunderttausend Euro beisteuerte. Die Firma betonte, dass es sich um eine langfristige Investition handelt und man nicht gezwungen sei, Anteile zu verkaufen, wenn man dies nicht wünscht. Die Investoren sehen in der Technologie von Moonshot AI eine Chance, die Lücke zu amerikanischen Modellen zu schließen.
Das Unternehmen plant, im ersten Halbjahr an der Börse in Hongkong zu notieren. Laut Berichten hat Moonshot AI bereits einen Antrag auf Börsenzulassung eingereicht. Das Ziel ist eine Notierung im ersten Quartal des Jahres 2027. Es gibt auch Überlegungen für eine doppelte Notierung an der Börse in Shanghai. Die Firma Moonshot AI wurde im Jahr 2023 gegründet und beschäftigt etwa dreihundert Mitarbeiter. Seit der Gründung hat das Unternehmen etwa fünf Milliarden US-Dollar an Finanzierungsmitteln eingesammelt. Das aktuelle Flaggschiff-Modell Kimi K3 verfügt über zweieinhalb Billionen Parameter und ein Kontextfenster von einer Million Token. Etwa siebzig Prozent des Umsatzes stammen aus der Nutzung durch Unternehmen über Schnittstellen, der Rest aus bezahlten Abonnenten. Die Investoren argumentieren, dass die offenen Gewichte der Modelle eine wichtige Rolle spielen. Sechsundsechzig Prozent der Nutzung von Künstlicher Intelligenz erfolgt bereits über offene Modelle. Dieser Trend beschleunigt sich, insbesondere in regulierten Branchen wie Finanzen und Medizin. Die Firma Pyratz plant, die Technologie von Moonshot AI mit der Technologie der Firma Zama zu kombinieren. Zama arbeitet an vollständig homomorpher Verschlüsselung, die Berechnungen auf verschlüsselten Daten ermöglicht. Die Investoren betonen, dass die Kosten für die Nutzung der Modelle deutlich niedriger sind als bei westlichen Anbietern.
Die Firma Mistral, ein französischer Wettbewerber, wird von den Investoren als komplementär angesehen. Mistral konzentriert sich zunehmend auf den Betrieb von Rechenzentren und die Bereitstellung von Cloud-Diensten. Die Investoren sehen keine direkte Konkurrenz, sondern eine Ergänzung der Strategien. Die Firma Pyratz hat seit 2021 ein Portfolio von neunundzwanzig Unternehmen aufgebaut. Diese Unternehmen haben zusammen mehr als eine halbe Milliarde Euro an Finanzierungsmitteln eingesammelt. Sechs dieser Unternehmen wurden bereits erfolgreich verkauft. Die Investition in Moonshot AI dient auch dazu, die Verbreitung der Technologie in Frankreich zu fördern. Die Firma Pyratz entwickelt ein gemeinsames Produkt, das es Nutzern ermöglicht, die Modelle selbst zu betreiben. Die Investoren sind überzeugt, dass die offenen Gewichte eine wichtige Rolle für die Zukunft der Künstlichen Intelligenz spielen werden. Die Firma Moonshot AI hat mit dem Modell Kimi K3 einen wichtigen Schritt nach vorn gemacht. Das Modell erreicht eine Leistung, die mit den besten amerikanischen Modellen vergleichbar ist. Die Investoren sehen in dieser Entwicklung eine Chance für die europäische Technologiebranche. Die Transaktion wurde von der Nachrichtenagentur TMTPost berichtet.