Produkt · 29. August 2026

Vorgabe der nachhaltigen Lieferung in Webshops steigert Anteil auf 75 Prozent

people working at desks in open office
Arlington Research / Unsplash

Eine Studie von Wuunder und der Rijksuniversiteit Groningen zeigt, dass Webshops den Anteil nachhaltiger Lieferungen deutlich erhöhen können, indem sie die nachhaltige Versandoption bereits in der Kasse vorauswählen. Innerhalb von acht Monaten untersuchten die Forscher die Kaufentscheidungen von Konsumenten bei der Webshop SOXS.co.

Das Experiment verglich drei Ansätze: die Vorauswahl der nachhaltigen Option, finanzielle Anreize wie Rabatte und die Bereitstellung von Nachhaltigkeitslabels. Während eine Vorauswahl den Anteil von etwa sieben auf 75 Prozent steigerte, brachte ein Rabatt von einem Euro auf die Versandkosten nur etwa 20 Prozent. Ein Rabatt von fünfzig Cent führte zu einem Anteil von 15 Prozent.

Die Hinzufügung eines Nachhaltigkeitslabels allein hatte kaum Einfluss: Nur zehn Prozent der Konsumenten wählten danach die nachhaltige Lieferung. Eine Kombination aus Vorauswahl, Rabatt und Label erhöhte den Anteil auf etwa neunzig Prozent. Dennoch setzen viele Webshops weiterhin auf Rabatte oder Informationen, obwohl diese Maßnahmen weniger wirksam sind.

Von 100 untersuchten Webshops boten 38 Prozent überhaupt keine nachhaltige Lieferoption an. Von den 62 verbleibenden setzten 51,6 Prozent auf Rabatte und 25,8 Prozent auf Informationen. Lediglich acht dieser Webshops hatten die nachhaltige Option vorausgewählt.

Jeroen Gehlen, Gründer von Wuunder, betonte: „Jeden Tag sehen wir, wie viel Geld in der Kasse verloren geht. Webshops investieren in Rabatte und grüne Labels, weil es logisch erscheint, doch die Ergebnisse zeigen etwas anderes. Wer die nachhaltige Option vorauswählt, verändert das Verhalten vieler Kunden ohne zusätzliche Kosten.“

Emerce berichtete über die Studie.