Finanzierung · 23. August 2026
US-Regierung vergibt 500 Millionen Dollar an Batterie-Startups zur Stärkung der nationalen Sicherheit
Die US-Regierung hat am Donnerstag bekannt gegeben, dass sie 500 Millionen US-Dollar an Batterie-Startups vergibt, um die heimische Batterieversorgungskette zu stärken. Das Programm zielt darauf ab, die Abhängigkeit von ausländischen Quellen zu verringern, die nationale Sicherheit zu stärken und die amerikanische Energiedominanz voranzutreiben.
Ein Großteil der Mittel fließt an Startups, die sich auf Batterietechnologien spezialisieren. Laut TechCrunch bestätigte ein Sprecher des Batteriematerial-Startups Coreshell, dass „die Diskussionen über militärische Anwendungen von Lithium-Ionen-Batterien absolut stattfinden“. Das Unternehmen erhielt einen Zuschuss in Höhe von 50 Millionen US-Dollar, um die Produktion seines metallurgischen Silizium-Anodenmaterials auszubauen.
Weitere Startups erhielten ebenfalls bedeutende Fördergelder. Lilac Solutions, das Lithium aus Sole extrahiert, erhielt 100 Millionen US-Dollar, um eine Verarbeitungsanlage am Großen Salzsee in Utah zu errichten. Die Anlage soll ab 2028 jährlich 5.000 metrische Tonnen Lithiumcarbonat produzieren, eine wichtige Vorstufe für die Batterieherstellung.
Nth Cycle gab an, 100 Millionen US-Dollar erhalten zu haben, um eine Anlage zu bauen, die „Black Mass“ aus recycelten Lithium-Ionen-Batterien aufbereitet. Dort sollen Lithium- und Nickelverbindungen gewonnen werden, die für die Herstellung neuer Batterien verwendet werden können. Megan O’Connor, Mitgründerin und CEO von Nth Cycle, erklärte gegenüber TechCrunch: „Wir sehen klare Nachfrageschübe aus dem Verteidigungssektor.“
Die Förderung durch das Energieministerium unterstreicht die wachsende Bedeutung von Batterien für militärische Anwendungen wie Drohnen, Torpedos, Infanteriefunkgeräte und Kampfflugzeuge. Die Trump-Administration habe trotz ihrer Ablehnung von Elektrofahrzeugen erkannt, dass Batterien ein unverzichtbarer Bestandteil des modernen Lebens seien, heißt es in dem Bericht.
Die neuen Zuschüsse könnten auch als Eingeständnis gewertet werden, dass die Kürzung von Anreizen für die Batterieproduktion im Rahmen des „One Big Beautiful Bill“ möglicherweise zu weit gegangen sei. Die Defense Logistics Agency der USA kaufte 2021 Batterien im Wert von 200 Millionen US-Dollar jährlich, während die Automobilindustrie in diesem Jahr voraussichtlich fast 18 Milliarden US-Dollar in die US-Batterieproduktion investieren wird.
Trotz der aktuellen Förderung bleibt die Zukunft der Batterieindustrie unsicher. Während die Elektromobilität langfristig als unvermeidbar gilt, ist der genaue Zeitpunkt ihres Durchbruchs weiterhin ungewiss. In der Zwischenzeit benötigen Soldaten und Drohnen weiterhin leichte und leistungsfähige Batterien aus US-amerikanischer Produktion.