Produkt · 25. August 2026
JBL BandBox Trio: Ein vielseitiger Gitarrenverstärker mit KI-Funktionen und Bluetooth-Lautsprecher
Ein Tester nutzte den JBL BandBox Trio eine Woche lang mit Gitarre und Bass und testete dabei verschiedene Lautstärken, Effekte, die JBL-App, KI-Funktionen, einen elektronischen Drumcomputer, einen Looper und ein Metronom. Laut dem Bericht handelt es sich um den ersten Verstärker mit eigener App und KI-Funktionen, den der Tester ausprobierte.
Der BandBox Trio bietet laut dem Bericht mehr als nur Verstärkung: Er funktioniert auch als Bluetooth-Lautsprecher und verfügt über Eingänge für verschiedene Audioquellen sowie Tools für Solo-Musiker. Die Bedienung sei einfach, da für das Spielen von Gitarre oder Bass lediglich ein P10-Kabel angeschlossen werden muss, während Musik über Bluetooth gestreamt werden kann.
Ein herausragendes Feature ist die KI-gestützte Instrumententrennung, die es ermöglicht, in einer über Bluetooth abgespielten Musik die Gitarren-, Gesangs- oder die Kategorie „Andere“ (Bass, Schlagzeug und weitere Instrumente) separat zu reduzieren oder zu entfernen. Dies sei besonders für Lernende nützlich, um Gitarrenparts zu üben oder die Musik ohne Gitarre zu hören. Allerdings weise die Trennung kleine hörbare Artefakte auf, insbesondere bei der Gesangsstimme. Zudem lasse sich Bass und Schlagzeug nicht einzeln trennen, da sie in der Kategorie „Andere“ zusammengefasst sind. Im Rap-Bereich funktioniere die Trennung besser, da der Beat nach Entfernung der Stimme weitgehend intakt bleibe.
Der Verstärker bietet verschiedene Effekt-Sets für Genres wie Rock, Pop, Metal und Blues, die individuell angepasst werden können. Der Tester beschreibt dies als Zugang zu einer Sammlung von Effektpedalen ohne deren Kauf. Allerdings fehle ein physischer Schalter zum Ein- und Ausschalten der Effekte während des Spielens, was besonders bei Effekten wie Wah-Wah störend sein könne. Für das Üben zu Hause sei dies weniger problematisch, bei Auftritten jedoch könne es den Spielfluss unterbrechen.
Die Gitarren-Erfahrung wird als überwiegend positiv beschrieben, mit nur wenigen hörbaren Störungen oder übermäßig schrillen Tönen. Einige Effekte zeigten jedoch, dass der BandBox Trio nicht für professionelle Studio- oder Bühnenaufnahmen konzipiert sei. Ein praktischer Vorteil sei die geringe Mikrofonie bei angeschlossenem, aber nicht genutztem Kabel. Beim Spielen zu Playbacks über Bluetooth funktioniere die Gitarre gut, allerdings müsse die Lautstärke sorgfältig angepasst werden, da bestimmte Effekte die wahrgenommene Lautstärke des Instruments beeinflussen könnten.
Der Bass machte etwa 30 % der Tests aus und zeigte, dass die Vielseitigkeit des BandBox Trio Grenzen hat. Ohne spezifische Effekt-Sets für Bass klang der Sound zu hoch und mit wenig Basskraft. Mit den Bass-spezifischen Einstellungen verbesserte sich die Klangqualität, doch der Tester würde den Verstärker nicht als dedizierten Bass-Verstärker empfehlen. Auch die KI-Instrumententrennung sei für Bass weniger nützlich, da Bass und Schlagzeug in der Kategorie „Andere“ zusammengefasst sind.
Die JBL-App ermöglicht die Steuerung von Lautstärken, Instrumenten, Mikrofon, Musik und Effekten und sei besonders für das Üben zu Hause praktisch. Die physische Bedienoberfläche des Verstärkers sei weniger benutzerfreundlich, insbesondere wenn das Gerät erhöht positioniert ist. Die KI-Instrumententrennung, der elektronische Drumcomputer, der Looper und das Metronom seien vor allem für Solo-Musiker sinnvoll. Der Tuner funktioniere zwar, sei aber laut Bericht nicht notwendig, da kostenlose Handy-Apps verfügbar seien.
Der BandBox Trio wiege 6,65 kg und verfüge über einen Tragegriff, was ihn trotz seiner Größe transportabel mache. Er sei batteriebetrieben mit einer versprochenen Laufzeit von bis zu 10 Stunden, die jedoch vom Lautstärkepegel und der Nutzung abhänge. Bei einem ersten Test mit etwa 50 % Akkuladung hielt die Batterie etwa zwei Stunden bei gleichzeitigem Spielen der Gitarre und Musikwiedergabe über Bluetooth. Die Klangleistung sei nicht mit großen Bühnenverstärkern vergleichbar, was jedoch im Rahmen der multifunktionalen und kompakten Bauweise liege.
Der Tester sieht drei Hauptzielgruppen für den BandBox Trio: Gelegenheitsspieler zu Hause, die mehr als nur einfache Verstärkung suchen, Gitarrenanfänger, die von den KI-Funktionen, Effekten und Übungstools profitieren könnten, sowie Solo-Musiker, die Verstärkung, Musikwiederspiel, Mikrofon, Effekte, Drumcomputer und Looper in einem Gerät vereinen möchten. Für erfahrene Gitarristen mit einer guten Pedal-Sammlung oder Bassisten sei der Verstärker weniger geeignet. Der Preis von 3.599 Real liege in der gleichen Preisklasse wie dedizierte 100-Watt-Verstärker, biete jedoch eine größere Funktionsvielfalt.
Laut dem Bericht sei der BandBox Trio kein perfektes Gerät, da die KI-Trennung Einschränkungen habe, einige Effekte in der Praxis weniger überzeugend seien und ein physischer Effekt-Schalter fehle. Dennoch erfülle er die Erwartungen an ein Gerät, das Lernenden und Gelegenheitsspielern eine breite Palette an Möglichkeiten in einem einzigen Gerät biete. Der Tester würde den Preis von 3.599 Real nur dann rechtfertigen, wenn das Gerät deutlich unter 3.600 Real angeboten werde, da es in dieser Preisklasse mit dedizierten Verstärkern konkurriere.
Berichtet von Canaltech.