Finanzierung · 19. September 2026
Auch veröffentlicht auf 中文, 한국어, 日本語, Bahasa Indonesia, العربية, हिन्दी, Русский, עברית, Norsk, Türkçe, Español, Nederlands, Svenska
Hackuity sammelt 19 Millionen USD zur Bekämpfung von KI-Angriffen
Das Startup Hackuity hat eine Finanzierungsrunde der Serie B in Höhe von 19 Millionen USD abgeschlossen.
Wie Maddyness berichtete, wurde diese Runde von Forgepoint Capital International angeführt. Beteiligt waren zudem die bestehenden Investoren Bright Pixel, Seventure Partners sowie Bpifrance, wobei letzteres über Bpifrance Deeptech Venture verwaltet wird. Damit beläuft sich die Gesamtfinanzierung des Unternehmens seit seiner Gründung auf über 36 Millionen USD.
Das im Jahr 2020 gegründete Unternehmen bietet eine Plattform zur Verwaltung von Schwachstellen an. Diese aggregiert Daten aus mehr als 130 Sicherheitswerkzeugen, um Schwachstellen für Kunden zu zentralisieren und zu priorisieren. Derzeit nutzt die Plattform über 6.000 Anwender und schützt mehr als 2 Millionen IT-Assets.
Die Finanzierung erfolgt in einem Marktumfeld, das durch die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz geprägt ist. Im April 2026 stellte Anthropic mit Claude Mythos Preview ein Modell vor, das autonom Tausende neuer Sicherheitslücken finden kann. Kurz darauf gab das NIST bekannt, dass es nicht mehr in der Lage sei, alle in seiner Referenzdatenbank gemeldeten Lücken zu analysieren. Der Mitgründer und Geschäftsführer von Hackuity, Patrick Ragaru, stellt fest, dass sich die Zeit zur Identifizierung ausnutzbarer Lücken exponentiell verkürzt habe.
Das Geschäftsmodell von Hackuity basiert auf der Anzahl der geschützten IT-Assets, wobei der durchschnittliche jährliche wiederkehrende Umsatz pro Kunde etwa 150.000 Euro beträgt. Achtzig Prozent des Portfolios bestehen aus Unternehmen des CAC40 oder vergleichbaren internationalen Firmen, darunter Sodexo, Engie, BPCE und Singtel.
In den letzten drei Jahren verzeichnete das Unternehmen ein jährliches Wachstum des wiederkehrenden Umsatzes von über 50 Prozent. Bis Ende 2028 strebt Hackuity eine Verdoppelung dieses Umsatzes an, primär durch internationale Expansion in Asien, den Nahen Osten und Europa. Der Anteil des Umsatzes außerhalb Frankreichs soll dabei von etwa 15 Prozent auf über 35 Prozent steigen. In Asien unterhält das Unternehmen bereits ein Büro in Singapur.
Für das dritte Quartal plant das Startup die Einführung agentischer KI-Funktionen. Dazu gehören ein Berater für die Fehlerbehebung zur Ermittlung des relevantesten Korrekturwegs sowie ein Agent zur Validierung, ob Schwachstellen tatsächlich ausnutzbar sind oder erfolgreich behoben wurden.